Das größte Solartec-Projekt Europas ist eine Fassade!

Die Montagearbeiten für das größte Solartec-Projekt Europas an einer Industriefassade in Duisburg-Beeckerwerth wurdenabgeschlossen. Auf einer Fläche von ca. 1400 Quadratmeter wird nach Entwürfen des Farbstudios „von Garnier“ in aufeinander abgestimmter Farbigkeit das Photovoltaik-System ThyssenKrupp Solartec mit einer Gesamtnennleistung von ca. 50 Kwp in wellenförmiger Struktur angebracht.

Der Bauherr ThyssenKrupp Steel läutet mit der Sanierung dieses Gebäudes, in welchem die Warmspaltanlage untergebracht ist, eine neue Ära der Industriebaukultur ein. Nirgendwo sonst wurde bisher der Anspruch von einem innovativen Dreiklang von Form, Farbe und Funktion an einem Industriegebäude in solch anschaulicher Weise umgesetzt.

Aufgrund der exponierten Lage des Gebäudes an der A 42 von Kamp-Lintfort nach Duisburg soll diese Fassade dem Betrachter verdeutlichen, daß Industriebauten nicht immer die Tristesse und Kühle einer Produktionsstätte ausdrücken müssen. Anders als in den hier gezeigten Entwürfen, wird die gesamte Fassade in aufeinander abgestimmten Grüntönen realisiert, so daß sich das Gebäude sinnvoll in die umgebende Landschaft integriert.

Die natürliche und für ThyssenKrupp Solartec typische dunkelblaue bis violette Färbung der Solarmodule wird mithilfe der grünen Hintergrundfarbigkeit durch besondere Weichheit getragen. Die Anordnung der Solarmodule in wellenförmiger Struktur bildet ein interessantes Spannungsfeld zur geraden Linie der Architkektur und eröffnet dem vorbeifahrenden Betrachter die Assoziation von organischem Charakter.



 

Technische Daten

Bericht über das Projekt im Umwelt Magazin

Dokumentationen:

Die Solarfassade

Das Farbkonzept

Technische Eckdaten PV-Anlage Duisburg Beeckerswerth

Solarmodule:
1004 Solarmodule ThyssenKrupp Solartec design angeordnet auf 6 nach Süden ausgerichteten und bis zu 24 Meter hohen Fassaden-Feldern mit einer reinen Solarfläche von ca. 1000 qm und einer Gesamt-Nennleistung von 51,06 kWp

Feld 1:
40 Module mit jeweils 2 x 32 Wp-Nennleistung = 2,56 kWp
Feld 2:
200 Module mit jeweils 2 x 28 Wp-Nennleistung = 11,2 kWp
Feld 3:
150 Module mit jeweils 1 x 32 Wp-Nennleistung = 4,8 kWp
100 Module mit jeweils 2 x 28 Wp-Nennleistung = 5,6 kWp
Feld 4:
150 Module mit jeweils 1 x 32 Wp-Nennleistung = 4,8 kWp, 100 Module mit jeweils 2 x 28 Wp-Nennleistung = 5,6 kWp
Feld 5:
200 Module mit jeweils 2 x 28 Wp-Nennleistung = 11,2 kWp
Feld 6:
64 Module mit jeweils 2 x 28 Wp-Nennleistung = 5,3 kWp


Solartechnik:
Nanokristalline Dreischichtzellen-Technologie von UNISOLAR® auf flexibler Solarfolie mit einem konstanten Wirkungsgrad von 8 %. Solarlaminate sind in einem speziellen Heißklebeverfahren auf die bandverzinkten und kunststoffbeschichtetet Stahlblechprofile aufvulkanisiert worden.

Wechselrichter:
Insgesamt 19 Wechselrichter unterschiedlicher Nennleistung. davon jeweils 4 Wechselrichter für die 4 großen Felder. Die maximal zulässige Anschlußleistung wird in 19 Generatoranschlußkästen zusammengeführt und dann in die 19 Wechselrichter weitergeleitet.

Solarkabel:
Verlegung von ca. 10 km Solarkabel mit Multi-Contact-Steckern

Verlegung:
gemäß bestehenden Richtlinien zur Verlegung von Stahltrapezprofilen. Alle Elemente sind im Abstand von 330 mm seitlich an der U-Profil-Unterkonstruktion mit Edelstahlschrauben befestigt und überlappen in der Senkrechten mit jeweils 100 mm. Die nicht mit Solarfolie bestückten Stahlprofile ThyssenKrupp Solartec shadow haben Längen von 550 mm bis 4100 mm. Insgesamt wurden mit Hilfe von Edelstahlklammern 4,8 km Abdeckleisten zwischen den einzelnen Modulen befestigt.

Farbgebung:
ThyssenKrupp Solartec design = RAL 7016 (anthrazit), ThyssenKrupp-Solartec® shadow = NCS 5040, Abdeckleisten = NCS 3015 Trapezprofil THYSSEN-T 40 = NCS 6530

Erwarteter Jahresertrag der Fassadenanlage: 32.130 kWh/Jahr, trotz des mit 90 Grad ungünstigen Sonneneinstrahlungswinkel.

 


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26.04.2007

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